Presse-Mitteilungen

Die Pressemitteilungen der Regionalgeschäftsstelle Weser- und Leinebergland

NABU RGS Weserbergland-PRESSEMITTEILUNG | NR. 14/24| 9. April 2024 
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Naturschutz/Vögel 

 

NABU: Sozialer Wohnungsbau für den Mauersegler 

 

Hilfe für einen besonderen Gebäudebrüter

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Hildesheim Der blaue Himmel ist noch frei vom wohl wendigsten der gefiederten Flieger, die ihre steilen Kurven durch unsere Siedlungen drehen: die Mauersegler. Sie kehren aus ihren westafrikanischen Überwinterungsgebieten um den 1. Mai noch Norddeutschland zurück und werden nicht ohne Grund als „Sommervögel“ bezeichnet, weil sie sich nur ein gutes Vierteljahr in unseren Breiten aufhalten. Bereits im August machen sie sich auf den Rückweg. Grund genug für den NABU Hildesheim, auf ihre zunehmend schwierige Situation aufmerksam zu machen und dazu aufzurufen, für den Mauersegler an und in Gebäuden möglichst noch in diesen Tagen Hand anzulegen.

Mauersegler werden gerne mit Schwalben verwechselt, sind aber mit gut 40 Zentimetern Flügelspannweite deutlich größer. Vom einstigen Felsbrüter wurden sie zu einer Art, deren „Felsen“ höhere Häuser sind und deren „Schluchten“ die Straßen, berichtet der NABU. Und genau dort sind ihre wendigen Flugmanöver untrennbar mit den schrillen „sriiiii“-Rufen verbunden, die zum Sommer gehören wie Biergarten und Radtour.

Wenn sie aus ihren Winterquartieren in Westafrika nach Tausenden Flugkilometern zu uns zurückkehren, suchen sie potentielle Brutplätze auf. Dazu zählen Einschlüpfe hinter Dachziegeln, Hohlräume hinter Verschalungen und anderes mehr; Mauersegler sind dabei nicht wählerisch – Hauptsache, sie können geschützt brüten.

Mauersegler verbringen fast ihr gesamtes Leben in der Luft – darauf deuten schon ihre kurzen Stummelbeinchen. Sie fangen ihre Nahrung bis in atemberaubende 3.000 Meter Höhe, nehmen dort auch Flüssigkeit auf, schrauben sich hinauf und schlafen im Flug – und sogar die Paarung klappt in den Lüften! Auch das „liederliche“, durch Speichel zusammengehaltene Nistmaterial aus Halmen, Federn und Haaren wird dort aufgeschnappt. Nur eines geht so nicht: die Brut. Und hier beginnt das Problem: Durch veränderte Bauweisen von Neubauten und der Isolierung von Altbauten wird, auch wenn sie wichtig und richtig sind, den Mauerseglern immer öfter der Zutritt versperrt. Die Folge: Ein rapider Rückgang von Brutplätzen.

Dem sollte schnellstens entgegengewirkt werden, meint Uwe Schneider von der NABU-AG Mauerseglerschutz und ruft auf, spezielle Nistkästen anzubringen. „Mauersegler haben es gern gesellig,“ fügt der Naturschützer hinzu, „deshalb ist anzuraten, gleich mehrere Kästen nebeneinander anzubringen.“ Dann habe man größere Chancen, dass sie alsbald beflogen werden. Ganz einfach lässt sich dies zum Beispiel bewerkstelligen, wenn sowieso ein Gerüst wegen Maler- oder Dacharbeiten am Haus steht. Gerne können sich die Bauherr*innen für Unterstützung dann an Uwe Schneider wenden: uwe.schneider@nabu-hildesheim.eu.

Mauerseglerkästen können mit etwas Geschick aus Holz selbst gebaut werden, sind jedoch etwas voluminöser als Meisenkästen. Im NABU-Büro in der Braunschweiger Straße 23 können fertige Nistkästen erworben werden. Darüber hinaus gibt es für Neubauten einbaubare Niststeine. Als Faustregel für die Mindesthöhe von Mauerseglerbruten gelten rund 6 Meter, so dass Einfamilienhäuser oft leider nicht geeignet sind.

Noch ist es Zeit, noch können viele Brutplätze für unseren wendigen Sommervogel geschaffen werden, bevor er in drei Wochen wieder bei uns seine wilden Kurven fliegt.

 

Druckfähige Fotos

1: Brütender Mauersegler © NABU/D. Erlenbach 

2: Mauersegler im Flug © NABU/Fotonatur

 

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos: 
Der NABU Niedersachsen gestattet den einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet. 

Brütender Mauersegler. Foto: NABU/D. Erlenbach
Brütender Mauersegler. Foto: NABU/D. Erlenbach

NABU RGS Weserbergland-PRESSEMITTEILUNG | NR. 12/24| 27. März 2024
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Naturschutz/Tiere

 

NABU: Amphibien sind unterwegs

 

NABU bietet spannenden Abendveranstaltung

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Weserbergland-Das Wetter wird wärmer, auch die Nachttemperaturen sind mild, und so machen sich viele Amphibien auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. Ehrenamtliche des NABU helfen ihnen dabei – mit Schutzzäunen und regelmäßigen Kontrollen vor Ort.

 

Im Landkreis Hameln-Pyrmont betreut die AG Amphibienschutz insgesamt vier wichtige Amphibienwanderwege. Hier werden die Krötenzäune regelmäßig abends oder morgens kontrolliert und die Tiere sicher über die Straße getragen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Kröten, Molche, Frösche und Salamander, die zum Laichen zu nahegelegenen Gewässern wandern. "Viele Tiere verenden im Straßenverkehr. Auch Tiere, die nicht von den Reifen erfasst werden, werden durch die Druckwelle getötet, wenn das Fahrzeug schneller als 30 km/h fährt. Eine Tempodrosselung ist daher wichtig! " betont der Experte Holm Rengstorf vom NABU in Bad Pyrmont.

 

In Bad Pyrmont bietet sich nun am 19. April um 19.30 Uhr die Gelegenheit, bei einer abendlichen Wanderung an den Erdfällen das Frühlingserwachen der Amphibien zu erleben. Holm Rengstorf berichtet über die Erdfälle und die verschiedenen in Bad Pyrmont lebenden Frösche, Kröten und Molche. Mit ein bisschen Glück kann man die Geburtshelfer-Kröte hören. Die Führung dauert etwa zwei Stunden. Bitte geeignete Kleidung und eine Taschenlampe mitbringen. Für eine bessere Planung bittet der NABU um eine Anmeldung bei holm.rengstorf@nabu-badpyrmont.de. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Die Sicherung der Amphibienwanderwege an Straßen und der Schutz ihrer Laichgewässer sind jedoch nur zwei Punkte eines umfassenden Schutzkonzeptes, um den Amphibien langfristig das Überleben in unserer Kulturlandschaft zu sichern.

Einige Amphibienarten, besonders die Erdkröte und die Teich- und Bergmolche haben neben ihrem angestammten Lebensraum im Wald auch die Gärten als "Ersatzlebensraum" besiedelt.

Eine naturnahe Gestaltung von Gärten ist daher besonders wichtig, um den Amphibien hier einen geeigneten Lebensraum zu schaffen. Totholz- oder Steinhaufen und Trockenmauern sind wichtige Rückzugs- und Überwinterungsräume. Gartenteiche ohne Fischbesatz können sogar hervorragende Laichgewässer sein.

Diese und weitere Veranstaltungen unter www.nabu-badpyrmont.de

 

Die Broschüren „Gartenlust“ und „Frösche, Kröten, Molche“ können für 2 € zzgl. Porto im NABU Shop bestellt werden.

 

Druckfähiges Foto

© NABU: Geburtshelferkröte

 

Hinweis zum Abdruck von NABU-Fotos:
Der NABU Niedersachsen gestattet den einmaligen Abdruck des/der gesendeten Fotos im Kontext der besprochenen, NABU-bezogenen Berichterstattung. Voraussetzung ist die Nennung des Fotografen wie mitgeteilt. Bei nicht autorisierter weiterer Verwendung bzw. bei besprochener Verwendung, jedoch ohne Nennung des Fotografen, behält sich der NABU das Recht vor, ein der Veröffentlichung angemessenes Honorar nachzufordern. Der Weiterverkauf des gelieferten Bildmaterials an Dritte ist nicht gestattet.

Foto: NABU
Foto: NABU

NABU-REGIONALGESCHÄFTSSTELLE Weserbergland

PRESSEMITTEILUNG Nr.13 | 20. März 2024

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Umweltschutz/Bildung

Naturschutzjugend geht an den Start

NABU Hameln/Hessisch Oldendorf gründet zwei NAJU-Gruppen im April

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Weserbergland- Raus aus dem Haus, rein in den Frühling! Unter diesem Motto wollen engagierte Gruppenleiter mit Kindern in die Natur. Nachdem die Kindergruppen in der Corona-Zeit „eingeschlafen“ waren, wurde der Wunsch geäußert, eine NAJU-Kindergruppe wieder ins Leben zu rufen. Die NAJU ist die unabhängige Kinderorganisation des Naturschutzbundes. Allein in Niedersachsen engagieren sich rund 20.000 Kinder und Jugendliche in etwa 90 Gruppen, die sich aktiv für den Naturschutz einbringen.

“Wir möchten Kindern die Natur näherbringen und uns in Hessisch Oldendorf, Hameln und den umliegenden Ortsteilen für den Erhalt einsetzen,” sagt Ulrike Sonntag, als eine der Betreuerinnen. Zum Team gehören außerdem Bundesfreiwilligendienstlerin Thessa Meyer, Reinhard Weper und Karin Hänel, die pädagogisch ausgebildet ist. Gemeinsam erleben Kinder von 6-12 Jahren Abenteuer im Wald, am Riepenbach oder auch bei kreativen-handwerklichen Projekten wie Nistkastenbau, Upcycling und schnitzen.

Bei den Gründungstreffen der beiden neuen Kindegruppen am 3. April in Hessisch Oldendorf und am 10. April in Hameln begeben sich die Gruppe in den Wald, um sich kennenzulernen, Spiele zu spielen und die ersten Frühlingsboten zu entdecken: Pflanzen und Tiere werden unter die Lupe genommen und genau geschaut, wer sich im morschen Holz und unter Steinen versteckt. “ Für die Entwicklung von Kindern ist die Naturerfahrung und das Spielen im Wald sehr wichtig”, weiß Pädagogin Karin Hänel. Nicht nur Artenkenntnis steht hier im Vordergrund, sondern auch die Naturverbindung, die die Basis für den achtsamen Umgang mit der Natur voraussetzt, wird hier gefördert. “Man schützt nur, was man kennt und emotional mit verbunden ist”, so die Gruppenleiterin.

Für die nächsten Wochen stehen spannende Aktionen im Programm wie die Beteiligung an der “Stunde der Gartenvögel”, eine bundesweite Zählaktion, bei der Singvögel erfasst und ausgewertet werden. Die jungen Naturforscher legen sich mit Ferngläsern auf die Lauer, lernen hier spielerisch Vogelarten kennen und eignen sich so im Laufe der Zeit Artenkenntnisse an. In Hameln im NABU-Garten Am Riepenbach können Kinder Hummeln, Schmetterlinge und mit etwas Glück Igel beobachten. Reinhard Weper, der den Garten seit vielen Jahren betreut, freut sich, wenn er im Anschluss mit den Kindern Stockbrot machen kann.

In Hessisch Oldendorf haben Kinder die Möglichkeit, gleich an der Ökologischen Station mit Amphibien wie Gelbbauchunken und Kreuzkröte in Berührung zu kommen, die hier nachgezüchtet werden.

Die NAJU-Gruppe Hessisch Oldendorf trifft sich 2x monatlich mittwochs von 16.30-18.00 Uhr an der Ökologischen Station, Horstweg 14. Die nächsten Termine sind am 3. Und 17. April.

Die NAJU-Gruppe Hameln trifft sich 2x monatlich mittwochs von 16.00-18.00 Uhr am NABU-Garten, Kleingartenkolonie am Riepenbach am 10. und 24.4.

Anmeldungen für die Gruppen nimmt der NABU unter kristin.briede@nabu-niedersachsen.de oder naju@nabu-weserbergland entgegen.

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Hinweise an die Redaktion

Für Rückfragen

NABU-Regionalgeschäftsstelle Weserbergland Mail: Christine.Koziol@nabu-niedersachsen.de

 

Druckfähige Fotos 
Christine Kuchem: Baumkletterer

 

 

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